WordPress, Squarespace oder Webflow: Eine Design-Perspektive

von Kathrin Pyplatz | Apr. 12, 2026 | Website & online Auftritt

WordPress, Squarespace oder Webflow? Welches System ist das beste? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber nicht auf das, worauf die meisten achten.

Auf einen Blick: Die Wahl zwischen WordPress, Squarespace und Webflow ist keine technische Entscheidung. Sie ist eine strategische. Welches System für dein Business das richtige ist, hängt davon ab, was deine Website leisten soll, wie du arbeitest, und wie du wachsen willst. Kathrin Pyplatz gibt ihre ehrliche Design-Perspektive nach über 20 Jahren Arbeit mit allen drei Systemen.

Ich arbeite seit über 20 Jahren mit selbstständigen Frauen. Und ich habe in dieser Zeit mit allen drei Systemen gearbeitet. Nicht als Testerin, sondern in echten Projekten, mit echten Kundinnen, unter echten Bedingungen. Was ich hier teile, ist keine Theorie. Wie ich Websites umsetze, steht unter Brand und Webdesign.

Was die meisten bei der Entscheidung falsch machen

Die meisten Frauen entscheiden sich für ein System basierend auf dem, was sie in einer Facebook-Gruppe gehört haben. Oder basierend auf dem, was ihre Lieblingscoach nutzt. Den größeren Rahmen für diese Entscheidung findest du unter Website und Online-Auftritt. Oder basierend auf dem Preis. Das sind keine schlechten Ausgangspunkte. Aber sie beantworten die falsche Frage.

Die richtige Frage ist nicht: Welches System ist am beliebtesten? Die richtige Frage ist: Was soll meine Website leisten, wie technisch affin bin ich, und wie soll mein Business in zwei Jahren aussehen? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, ergibt die Systemwahl Sinn. Wie eine strategische Website aufgebaut ist, zeigt: Alles beginnt mit der Funktion, nicht mit dem Werkzeug.

WordPress: Maximale Freiheit, maximale Verantwortung

WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt. Über 40 Prozent aller Websites laufen auf WordPress. Das ist kein Zufall. WordPress kann fast alles. Jede Funktion, jedes Design, jede Integration ist möglich. Die Plugin-Bibliothek hat über 60.000 Erweiterungen. Wenn du etwas brauchst, gibt es dafür ein Plugin. Das ist der Vorteil. Und gleichzeitig der Nachteil.

WordPress ist so flexibel, dass es ohne klare Entscheidungen schnell unübersichtlich wird. Zu viele Plugins verlangsamen die Website. Updates müssen regelmäßig gemacht werden. Sicherheit muss aktiv verwaltet werden. WordPress gibt dir alle Werkzeuge. Du musst wissen, was du damit machst. Was davor entschieden gehört, zeigt Webdesign mit Strategie. Für Frauen, die langfristig wachsen wollen, die Flexibilität brauchen, die sich nicht von einer Plattform abhängig machen wollen, und die bereit sind, entweder selbst technisches Grundwissen aufzubauen oder eine Designerin zu beauftragen, die das übernimmt.

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Squarespace: Schön, einfach, begrenzt

Squarespace ist das System, das am schnellsten zu einer vorzeigbaren Website führt. Die Templates sind hochwertig. Die Bedienung ist intuitiv. Kein Hosting-Setup, kein Plugin-Management, kein technisches Grundwissen nötig. Für selbstständige Frauen, die schnell online sein wollen und ihre Website selbst verwalten wollen, ist Squarespace eine legitime Wahl. Die Einstiegshürde ist niedrig. Das Ergebnis sieht professionell aus.

Aber Squarespace hat Grenzen. Anpassungen, die über die Template-Optionen hinausgehen, sind schwierig oder unmöglich ohne Code-Kenntnisse. SEO-Möglichkeiten sind eingeschränkter als bei WordPress. Und wenn Squarespace seine Preise erhöht oder ein Feature ändert, hast du wenig Einfluss. Es passt für Frauen in der Anfangsphase, die schnell einen professionellen Auftritt brauchen und ihre Website selbst pflegen wollen, ohne tief in Technik einzutauchen.

Webflow: Designerfreiheit ohne Kompromisse

Webflow ist das System, das Designerinnen lieben. Es gibt keine Template-Grenzen. Jedes Element kann exakt so positioniert werden wie es soll. Animationen, Interaktionen, komplexe Layouts, alles ist möglich ohne Plugin. Das Ergebnis sind Websites, die sich von der Masse abheben. Nicht weil sie teurer sind, sondern weil sie präziser sind. Jedes Detail sitzt, weil jedes Detail bewusst gesetzt wurde.

Der Haken: Webflow hat eine steile Lernkurve. Selbst verwalten ist für die meisten Nicht-Designerinnen schwierig. Inhalte pflegen geht, aber strukturelle Änderungen erfordern Webflow-Kenntnisse. Es ist für Frauen geeignet, die eine Website wollen, die wirklich aus der Masse heraussticht, die mit einer Designerin arbeiten und Qualität über Einfachheit stellen.

Was ich meinen Kundinnen empfehle

Nach über 20 Jahren in diesem Feld und Projekten in allen drei Systemen ist meine ehrliche Empfehlung meistens WordPress mit einem durchdachten Setup. Nicht weil WordPress perfekt ist. Sondern weil es das System ist, das mit deinem Business wächst. Was ein solches Setup kostet, zeigt der Überblick über professionelle Website-Kosten. Das dir gehört. Das du nicht verlierst, wenn eine Plattform ihre Preise verdoppelt oder ein Feature einstellt.

Die beste Website-Plattform ist die, die dein Business in fünf Jahren noch trägt. Nicht die, die heute am einfachsten aussieht. Wann statt eines Systemwechsels eine Überarbeitung der bestehenden Website reicht, ist eine eigene Frage.

Aber diese Empfehlung gilt nicht absolut. Wenn du in der Gründungsphase bist und schnell online sein musst, kann Squarespace der richtige Start sein. Wenn du maximale Design-Präzision willst und mit einer Designerin arbeitest, ist Webflow eine starke Option. Was nie die richtige Entscheidungsgrundlage ist: Was gerade in der Facebook-Gruppe empfohlen wird oder was am günstigsten ist ohne den Gesamtkontext zu kennen. Diese strategische Perspektive ist der Ausgangspunkt dafür, wie eine Website als langfristiges Geschäftsinstrument gedacht wird.

Erstgespräch anfragen

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen WordPress, Squarespace und Webflow? WordPress ist das flexibelste System mit maximaler Anpassbarkeit, erfordert aber technisches Grundwissen oder eine Designerin. Squarespace ist einfach zu bedienen und schnell einsatzbereit, hat aber Grenzen bei Anpassung und SEO. Webflow bietet Designerfreiheit ohne Kompromisse, ist aber für eigenständige Verwaltung zu komplex.

Welches System ist am besten für Selbstständige? Das hängt davon ab was deine Website leisten soll, wie technisch affin du bist, und wie dein Business wachsen soll. Es gibt keine universell richtige Antwort. WordPress ist für die meisten Frauen die langfristig stärkste Wahl, weil es mit dem Business wächst und dir gehört.

Kann ich meine Website später wechseln? Ja, aber es ist aufwendig. Ein Wechsel bedeutet in den meisten Fällen einen kompletten Neuaufbau. Deshalb lohnt es sich, die Systemwahl von Anfang an strategisch zu treffen statt das günstigste System zu wählen.

Kathrin Pyplatz – Brand- und Webdesignerin

Ich bin Kathrin Pyplatz, Brand Strategin und Designerin mit über 20 Jahren Erfahrung im DACH-Markt.

Mit meinem Empire Brand® System begleite ich selbstständige Frauen dabei, eine Brand zu entwickeln, die ihre Expertise sichtbar macht.

Fachgebiete: Brand Strategie, Empire Brand®, Brand Design, Webdesign, Corporate Design. 

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