Zuletzt aktualisiert: April 2026
Ein Screenshot einer WhatsApp-Nachricht. Ein Foto von einem handgeschriebenen Zettel. Ein Instagram-Comment, abfotografiert und auf die Website hochgeladen. Das sind keine Testimonials. Das sind Beweise, dass jemand etwas Nettes gesagt hat.
Auf einen Blick: Testimonials sind das stärkste Vertrauensinstrument auf einer Website. Aber nur wenn sie strategisch eingesetzt werden. Screenshots und generische Lobeshymnen leisten nichts. Kathrin Pyplatz zeigt, was ein Testimonial leisten muss, wie es formuliert sein sollte, und wo es auf der Website hingehört.
Ich arbeite seit über 20 Jahren mit selbstständigen Frauen. Und Testimonials sind die am meisten unterschätzte und am schlechtesten genutzte Ressource auf fast jeder Website, die ich sehe.
Warum Screenshots nicht funktionieren
Ein Screenshot signalisiert Aufwand. Den Aufwand, den du nicht investiert hast, um ein echtes Testimonial zu bekommen.
Das ist hart formuliert, aber es ist die Wahrheit. Ein Screenshot sagt: Das ist das Beste, was ich habe. Und das Beste, was ich habe, ist eine informelle Nachricht in einem Messenger, die niemand um diese Verwendung gebeten wurde.
Das erzeugt kein Vertrauen. Es erzeugt Fragen. Ist das echt? Wurde das manipuliert? Wer ist diese Person? Was hat sie genau bekommen?
Ein professionell eingebundenes Testimonial mit Name, Foto, Berufsbezeichnung und einer konkreten Aussage über die Transformation beantwortet diese Fragen, bevor sie gestellt werden. Es signalisiert: Diese Frau steht mit ihrem Namen dafür. Das ist real.
Was ein Testimonial leisten muss
Ein Testimonial, das Vertrauen aufbaut, beantwortet drei Fragen für die Leserin.
Wer ist diese Person? Nicht nur ein Vorname. Name, Berufsbezeichnung, eventuell ein Foto. Die Leserin muss einordnen können: Ist das jemand wie ich?
Was war die Situation vorher? Der Ausgangspunkt macht ein Testimonial greifbar. „Ich hatte keinen klaren Auftritt und wusste nicht wie ich mich positionieren soll“ ist stärker als „Ich war unsicher“. Konkret schlägt abstrakt.
Was hat sich verändert? Nicht „Ich bin so zufrieden“ oder „Die Zusammenarbeit war toll“. Sondern was ist anders. Was kann diese Frau jetzt, was sie vorher nicht konnte? Was hat sich in ihrem Business verändert? Zahlen, Gefühle, konkrete Ergebnisse.
Ein Testimonial, das keine Transformation zeigt, ist ein Kompliment. Komplimente verkaufen nicht.
Wie du bessere Testimonials bekommst
Die meisten Frauen bitten nicht aktiv um Testimonials. Oder sie bitten ohne Struktur, und bekommen dann „War super, danke!“ zurück.
Das ist kein Fehler der Kundin. Es ist ein Fehler des Prozesses.
Wenn du am Ende einer Zusammenarbeit fragst: „Magst du mir kurz eine Rückmeldung geben?“, bekommst du eine unstrukturierte Rückmeldung. Wenn du fragst: „Was war deine größte Herausforderung bevor wir zusammengearbeitet haben? Was hat sich verändert? Was würdest du Frauen sagen, die überlegen ob sie mit mir arbeiten?“ bekommst du ein Testimonial.
Die Fragen formen die Antwort. Das ist keine Manipulation. Das ist Struktur, die hilft.
In meiner Arbeit nach der empirebrand™ Methodik ist das Teil des IMPACT-Gedankens: Ergebnisse sichtbar machen. Nicht nur für die Kundin, sondern für alle, die danach kommen. Wie die Über-mich-Seite Vertrauen aufbaut funktioniert nach derselben Logik.
Wo Testimonials auf der Website hingehören
Nicht auf eine separate Seite, die niemand besucht.
Testimonials gehören dort, wo Zweifel entstehen. Und Zweifel entstehen an ganz bestimmten Punkten auf einer Website.
Auf der Startseite, nach der ersten Einführung ins Angebot. Die Besucherin denkt: Klingt interessant. Aber funktioniert das wirklich? Hier kommt das Testimonial, das genau diese Frage beantwortet.
Auf der Angebotsseite, direkt neben oder unter der Preisangabe. Der Moment, in dem die Besucherin zögert. Ein Testimonial, das zeigt was die Investition gebracht hat, nimmt den Zweifel weg.
Auf der Über-mich-Seite, als Beweis für die Behauptungen die du über deine Arbeit machst. Nicht als separate Sektion, sondern eingebettet in den Fluss.
Das Prinzip: Testimonials gehen dorthin, wo die Besucherin gerade zweifelt. Nicht dorthin, wo es optisch gut aussieht. Wie Webdesign Conversion beeinflusst zeigt, warum Platzierung über Wirkung entscheidet.
Testimonials als strategisches System
Ein Testimonial ist nicht nur Lob. Es ist Content.
Ein starkes Testimonial beantwortet dieselben Fragen, die deine Besucherin hat, aber durch eine andere Stimme. Es zeigt die Transformation, die du versprichst, durch jemanden, der sie erlebt hat. Das ist überzeugender als alles, was du selbst sagen kannst.
Deshalb lohnt es sich, Testimonials systematisch zu sammeln. Nach jeder Zusammenarbeit. Mit denselben Fragen. Und sie dann gezielt einzusetzen, nicht alle auf einmal, nicht auf einer separaten Seite, sondern dort wo sie die meiste Arbeit leisten.
Eine Website, die strategisch mit Testimonials arbeitet, braucht weniger Text um zu überzeugen. Die Kundinnen übernehmen einen Teil der Überzeugungsarbeit. Das ist das stärkste Verkaufsinstrument, das du hast, wenn du es richtig nutzt.
Wenn du wissen willst, wie du Testimonials auf deiner Website strategisch einsetzt, stell mir eine Anfrage für ein Erstgespräch.
FAQ
Warum reichen Screenshot-Testimonials nicht aus? Weil sie Fragen aufwerfen statt sie zu beantworten. Wer ist diese Person? Ist das echt? Was hat sie genau bekommen? Ein professionell eingebundenes Testimonial mit Name, Foto und konkreter Aussage beantwortet diese Fragen bevor sie entstehen. Ein Screenshot signalisiert: Das ist das Beste was ich habe.
Was macht ein gutes Testimonial aus? Drei Dinge: Wer ist die Person, was war die Situation vorher, und was hat sich konkret verändert. Kein allgemeines Lob, keine vagen Aussagen über Zufriedenheit. Eine konkrete Transformation, die zeigt was nach der Zusammenarbeit anders ist.
Wo auf der Website sollten Testimonials stehen? Dort wo Zweifel entstehen. Auf der Startseite nach der ersten Angebotseinführung. Auf der Angebotsseite neben der Preisangabe. Auf der Über-mich-Seite als Beweis für deine Expertise. Nicht auf einer separaten Testimonials-Seite die niemand besucht.

