Die Frage nach den Kosten kommt in jedem Erstgespräch. Und die Antwort ist jedes Mal unbefriedigend:
Es kommt darauf an. Nicht weil ich mich drücken will, sondern weil die Preisspanne für professionelle Websites von 800 Euro bis 30.000 Euro reicht und weil der Preis allein dir nicht sagt, was du bekommst.
Ich arbeite seit über 20 Jahren als Brand und Web Designerin. In diesem Artikel zeige ich dir, was die verschiedenen Preisklassen wirklich liefern, wo die versteckten Kosten liegen und worauf du achten musst, damit dein Geld dort landet, wo es dein Business voranbringt. Den größeren Rahmen dazu findest du unter Website und Online-Auftritt.
Die vier Preisklassen: Was du für dein Geld bekommst
Unter 1.000 Euro: Die Baukasten-Zone
Website-Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace kosten zwischen 10 und 50 Euro im Monat. Dazu kommen Template-Kosten, Domain und eventuell Premium-Plugins. Auf zwei bis drei Jahre gerechnet landest du bei 500 bis 1.500 Euro. Ob du in dieser Phase selbst bauen oder beauftragen solltest, entscheidet sich nicht am Preis.
Was du bekommst: Eine Seite, die technisch funktioniert. Was du nicht bekommst: Strategie, individuelle Gestaltung auf Basis deiner Markenidentität oder einen Auftritt, der dich von der Konkurrenz unterscheidet. Als Testballon in der Gründungsphase sinnvoll, aber keine Dauerlösung.
1.500 bis 3.000 Euro: Freelancer-Websites
Hier arbeiten viele Freelancer. Du bekommst eine Website auf Basis eines Templates, angepasst an dein Logo und deine Farben. Texte lieferst du meist selbst zu. Was du bekommst: Einen professionelleren Look und grundlegende Suchmaschinenoptimierung. Was fehlt: Strategische Markenarbeit und individuelle Designentwicklung.
3.000 bis 8.000 Euro: Strategisches Webdesign
Hier beginnt die Liga, in der Marke und Website zusammengedacht werden. Du bekommst Beratung, Positionierung und ein Designkonzept, das auf deinem Business aufbaut. Was in den einzelnen Stufen konkret steckt, zeigt der Überblick über professionelle Website-Kosten.
Ab 10.000 Euro: Agentur-Projekte
Agenturen arbeiten mit Teams aus Projektmanagern, Strategen, Designern und Entwicklern. Die Qualität ist exzellent, aber du zahlst für den Overhead. Für Solopreneurinnen ist das meist oversized: Du zahlst für Strukturen, die du nicht brauchst, und deine Persönlichkeit geht im Prozess oft verloren.
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Die versteckten Kosten, über die niemand spricht
Der Website-Preis ist nicht der Gesamtpreis. Folgende Posten solltest du einplanen:
- Texte: Viele Designer liefern keine fertigen Texte. Professionelle Website-Texte kosten extra. Bei mir sind Textkonzepte und Kernbotschaften in der Strategiephase enthalten.
- Fotos: Ein Branding-Shooting liegt zwischen 500 und 2.000 Euro. Ohne eigene Bilder wirkt die Seite oft generisch.
- Wartung: WordPress braucht Updates. Rechne mit 50 bis 150 Euro im Monat für technische Sicherheit.
- Kosten des Nicht-Investierens: Was kostet es dich, wenn Interessentinnen gehen, weil dein Auftritt nicht vertrauenswürdig wirkt? Eine verlorene Kundin kostet oft mehr als die ganze Website.
Die Investition, die sich rechnet
Eine professionelle Website ist ein Geschäftsinstrument. Sie qualifiziert Interessentinnen, bevor du ein Wort sagst. Wenn dein Auftritt nach 200 Euro aussieht, kauft niemand für 2.000 Euro. Wenn er nach 5.000 Euro aussieht, fragt niemand nach dem Preis. Die Frage ist: Kannst du es dir leisten, auf diese Wirkung zu verzichten? Wie ich Websites baue, steht unter Brand und Webdesign.
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen? Die Spanne reicht von 800 bis 30.000 Euro. Baukasten-Lösungen landen auf zwei bis drei Jahre gerechnet bei 500 bis 1.500 Euro, Freelancer-Websites auf Template-Basis bei 1.500 bis 3.000 Euro, strategisches Webdesign bei 3.000 bis 8.000 Euro und Agentur-Projekte ab 10.000 Euro.
Welche Kosten kommen zum Website-Preis noch dazu? Texte, wenn die Designerin sie nicht mitliefert, ein Branding-Shooting für 500 bis 2.000 Euro und die Wartung. Für WordPress rechnest du mit 50 bis 150 Euro im Monat für Updates und technische Sicherheit.
Lohnt sich eine Agentur für Selbstständige? Meist nicht. Die Qualität ist exzellent, aber du zahlst für Projektmanager, Strategen und Entwickler, die du als Solopreneurin nicht brauchst. Und deine Persönlichkeit geht im Prozess oft verloren.





