Worauf du achten solltest wenn du eine Webdesignerin suchst

von Kathrin Pyplatz | Apr. 13, 2026 | Marke & Strategie

Zuletzt aktualisiert: April 2026

Eine Website zu bauen ist technisch kein Problem mehr. Wix, Squarespace, WordPress mit einem Page Builder — die Werkzeuge sind für jeden zugänglich. Und genau deshalb nennt sich heute jede zweite Person, die einen Page Builder bedienen kann, Webdesignerin.

Das Wichtigste in Kürze: Eine Webdesignerin zu finden, die wirklich strategisch denkt, ist schwerer als es aussieht. Der Unterschied zwischen jemandem, die eine Website baut, und jemandem, die eine Website denkt, ist fundamental. Kathrin Pyplatz zeigt, worauf es ankommt, welche Fragen du stellen musst und warum die günstigste Option fast immer die teuerste wird. Wer eine Webdesignerin sucht, die weibliche Zielgruppen wirklich versteht, sollte auf Spezialisierung achten.

Das Ergebnis: Ein Markt, der unübersichtlicher ist als je zuvor. Und Frauen, die nach einem Projekt feststellen, dass ihre Website zwar fertig ist, aber nicht funktioniert.

Der Unterschied zwischen bauen und denken

Ich sage das nicht aus der Vogelperspektive. Ich baue Websites. Ich sehe, was schiefläuft, wenn Frauen mit einer fertigen Website zu mir kommen, die nichts tut. Die gut aussieht, technisch funktioniert und trotzdem keine Anfragen bringt.

Es gibt zwei Arten von Webdesignerinnen auf dem Markt.

Die erste Art baut. Sie nimmt deine Texte, deine Bilder, deine Wünsche und setzt sie um. Sie arbeitet handwerklich, technisch, sauber. Das Ergebnis ist eine Website, die das zeigt, was du ihr gegeben hast.

Die zweite Art denkt. Bevor sie eine Seite aufbaut, fragt sie: Was soll diese Seite leisten? Für wen? Was soll eine Besucherin fühlen, wenn sie hier landet? Welcher nächste Schritt soll entstehen? Dann baut sie.

Der Unterschied im Ergebnis ist fundamental. Die erste Variante produziert eine Website. Die zweite produziert ein Geschäftsinstrument. Wie eine strategische Website aufgebaut ist zeigt, was damit gemeint ist.

Die CMS-Frage und warum sie wichtig ist

Jede Webdesignerin arbeitet mit bestimmten Systemen. WordPress, Webflow, Squarespace, manchmal Wix. Das ist keine neutrale Entscheidung.

Das Problem: Manche Webdesignerinnen empfehlen das System, das sie am besten kennen, nicht das System, das am besten zu dir passt. Aber für dich bedeutet es möglicherweise, dass du nach dem Projekt an ein System gebunden bist, das nicht optimal für dein Business ist.

Frag direkt: Mit welchen Systemen arbeitest du? Warum empfiehlst du mir dieses System für mein spezifisches Business? Was kann ich danach selbst pflegen und was nicht? Eine Webdesignerin, die dir ehrlich sagt „Für dich wäre eigentlich Webflow besser, aber das kann ich nicht“, ist vertrauenswürdiger als eine, die dir ihr Lieblingssystem verkauft. Wie WordPress, Squarespace und Webflow sich wirklich unterscheiden zeigt die Entscheidungsgrundlage.

Was Preisunterschiede im Webdesign bedeuten

500 Euro. 5.000 Euro. 20.000 Euro. Die Spanne ist enorm.

  • Im günstigsten Segment bekommst du Umsetzung. Deine Inhalte werden in ein Template gebaut. Schnell, sauber, fertig. Für eine erste Online-Präsenz kann das ausreichen.
  • Im mittleren Segment bekommst du Prozess. Gespräche über Ziele, Zielgruppe, Struktur. Überarbeitungsrunden. Jemand, der mitdenkt statt nur umsetzt.
  • Im höheren Segment bekommst du Strategie plus Umsetzung. Die Website wird von Grund auf für ein spezifisches Ziel gebaut. Conversion-Optimierung, SEO-Grundlage, Benutzerführung, mobile Erfahrung.

Preis allein ist kein verlässlicher Qualitätsindikator. Was du kaufst, ist nicht der Preis. Es ist der Prozess, der dahinter steht.

Die fünf Fragen für das Erstgespräch

  1. Was passiert, bevor du anfängst zu bauen? Geht es direkt ins Design oder folgen Fragen zu Zielen und Zielgruppen?
  2. Wie stellst du sicher, dass die Website gefunden wird? Grundlegende SEO-Struktur gehört in jede professionelle Website.
  3. Was kann ich nach dem Projekt selbst ändern? Wenn du für jeden neuen Text die Designerin brauchst, ist das ein Problem.
  4. Zeig mir eine Website, die du gebaut hast, und erkläre mir die Strukturentscheidungen. Das trennt Handwerk von strategischem Denken.
  5. Was lieferst du am Ende konkret aus? Dateien, Zugänge, Einweisungen, laufender Support. Kläre das vorher.

Woran du merkst, dass es die Falsche ist

Eine Webdesignerin, die sofort über Templates und Plugins spricht, bevor sie dein Business verstanden hat, denkt technisch statt strategisch. Eine Webdesignerin, die auf deine Frage nach Zielen antwortet „Das bestimmst du, ich setze um“, gibt die strategische Verantwortung ab.

Und ein Warnsignal, das viele ignorieren: Wenn die Designerin keine Fragen zu deiner Zielgruppe stellt, wie soll sie dann eine Website bauen, die diese Zielgruppe anspricht? Wer diese Person nicht kennt, baut ins Leere. Wie Text und Design zusammen gedacht werden müssen zeigt, warum dieser Zusammenhang entscheidend ist.

 

FAQ

Worauf sollte ich bei einer Webdesignerin achten? Auf den Denkprozess vor dem Bauprozess. Wer zuerst Fragen zu Zielen, Zielgruppe und gewünschten Aktionen stellt, arbeitet strategisch. Das Ergebnis ist fundamental verschieden zum reinen Handwerk.

Was kostet eine professionelle Website? Von einigen hundert bis zu mehreren zehntausend Euro. Was zählt, ist der Prozess dahinter und ob jemand strategisch mitdenkt oder nur umsetzt.

Was ist der Unterschied zwischen einer Webdesignerin und einer Brand- und Webdesignerin? Eine Brand- und Webdesignerin stellt sicher, dass Website und Marke zusammenpassen, dass der Auftritt konsistent ist und dass die Website nicht nur technisch funktioniert, sondern auch die Markenidentität kommuniziert.

Kathrin Pyplatz – Brand- und Webdesignerin

Ich bin Kathrin Pyplatz, Brand- und Webdesignerin mit über 20 Jahren Erfahrung im DACH-Markt.

Mit meiner empirebrand™ Methodik begleite ich selbstständige Frauen dabei, eine Marke zu entwickeln die ihre Expertise sichtbar macht und ihr Preisniveau trägt. Kein fremder Vibe. Keine aufgesetzte Persönlichkeit. Ihre eigene.  Mehr über mich →